Mittwoch, 26. August 2009

Es gibt nichts...

was es nicht gibt – und das gibt’s sogar bei McDonalds, sagt Heinzi unser Ersatz-Pfleger.
Und der muss es schließlich wissen, bei den 1000Kalorien-Paketen die er da regelmäßig verinnerlicht.
Dabei ist ihm dort vor ein paar Tagen ein Werbeplakat in die Augen gesprungen, auf dem stand: „Prüfen Sie unsere Qualität!“

Gründlich wie er nun manchmal ist, probierte er auch prompt die halbe Speisekarte durch, was ihm aber letztendlich nicht so gut bekam.
Den darauffolgenden Nachmittag verbrachte er dann sinnierend über „Qualitätsprüfungen“ aller Art, kam nirgendwo zu einem vernünftigen Ergebnis, und landete schließlich resigniert in meiner Besenkammer.
Hier wollte er dann auch noch mein „Sendungsbewußtsein“ testen, und plötzlich hatte ich einen Orden an der Backe, den ich mir in meinen kühnsten Träumen nicht hätte erdenken können:


Nun will ich mich darüber nicht näher auslassen, sonst erlebe ich zu meinen Jubiläum noch den Größenwahn-Koller, den kein Mensch braucht.

Montag, 24. August 2009

Winzige Ode an die Leidenschaft

Langsam habe ich keine Lust mehr meiner heißen Marianne von Station 3 elendige Gedichte zu schreiben.
Die liest sowieso nur was sie will.
Darum habe ich mir jetzt etwas einfallen lassen, und produziere nur noch Gedichte am laufenden Generator:
www.poetron-zone.de


Beispiel:

Meine Oma.
Ach abgehalftertes Wesen du!
Leidenschaft, mein hurtiges Klima.
Beim Träumen in Ewigkeit!
Experimentell - du mußt es leben!
Zutscht!
Welch herzloses Zieren!
Meine Oma du.
Duftig immerdar.
Leidenschaft zwischen Dauern und Zutschen.
Leidenschaft meist ach so gestillt.

noch'n Gedicht:

Immer Darbende für Mein Weib
Darbende nimmt euch echt
Echt und gerecht
Oh Darbende
Darbende für Mein Weib
Ihr nimmt nicht das Zentrum
Doch nimmt euch das Glied
Ihr Darbenden, ihr Gerechten
Darbende für Mein Weib, Darbende forever

...reicht doch, oder ?

Mittwoch, 5. August 2009

Osman le loup

...der Puppenspieler, hat Macht, ja wirklich!
Er ist mächtig stolz auf seine selbstgebastelten Puppen, die er immer mal zum Sonntag in unserer Kantine vorführen darf.
Unser Direktor sagt immer: „Osman ist kreativ!“
Ich musste ja lange überlegen, was das eigentlich heißt:
Kreativ sein.
Heute weiß ich zumindest, dass das nichts zum Essen ist, wie auch immer.

Osman also – der im wirklichen Leben eigentlich Winfried heißt, lässt ab und zu in der Kantine im wahrsten Sinne des Wortes die Puppen tanzen, an der Leine versteht sich. Bertha unsere Köchin bedient dabei die Disco, ihr Lieblingslied ist „Puppets on Strings“ -
und dann geht hier die Post ab...aber wie!

Der Liliputaner, der immer schon mal gerne mit den Dingen spricht, ist dann nicht mehr zu halten, wirft sich auf den Boden und ist dabei mitten drin im Geschehen

Heinzi putzt sich mindestens 150x die Brille, wobei im schon fast die Augen aus dem Kopf fallen, und sogar Killer-Holger strahlt übers ganze Gesicht und hat eine ganz entspannte Körperhaltung.

Unser Direktor lässt sich dann ca. ein Dutzend Cappuchinos bringen und versucht dabei unsere neue Kantinenbedienung anzubaggern,
und Ernst der Pförtner schließt die Tore, und vergisst seine Zusatzausbildung.

Magie! ...ist das Wort des Mächtigen, des Märchenerzählers rund um seiner Szenerien.
Der Tanz der Puppen in ihren farbenfrohen Kleidern, ausdrucksvollen Gesichtern, zum Leben erweckten Masken ihrer ursprünglichen Bestimmung.
Und Osman....Osman ist der Größte an diesem Tag, an dem er seine selbstgebastelten Puppen mächtig Magie werden lässt.