Samstag, 27. Juni 2009

Unser Zivi Heinzi...



...ist der absolute Oberhammer. Pfiffig und wirklich interlijännt.
Wo der fragt, da wächst kein Gras mehr, und Fragen hat der ne Menge auf Lager.
Als „Killer-Auge“ Holger – das ist unser Oberpfleger – ihn neulich mal auftrug, das Medikamenten-Tablett für die kommende Schicht ins Pflegerbüro zu bringen,da lies Heinzi es sich nicht nehmen, das gesamte Tablett vorher auf dem Tisch auszuschütten und Killer-Holger Löcher in den Bauch zu fragen, welche Tablette denn nun für welches Unwohlsein zuständig wäre.
„Killer-Auge“ reagierte – für ihn typisch – äußerst unwirsch und erklärte Heinzi, dass ihn das nichts angehen würde, weil er sowieso keine Ahnung davon hätte.

Heinzi wiederum bestand auf seinen „Ersatzpflegerischen Auftrag“ und wollte unbedingt wissen, welche Pille denn wie und warum wirken würde. Holger bekam dann im Laufe der Diskussion wieder einmal das typische Killer-Funkeln in seinen Augen, und drohte Heinzi damit, ihn in die Zwangjacke zu stecken, wenn er nicht sofort den Auftrag ausführen würde.
Gott sei dank tauchte dann gerade der Direx auf, um eine weitere Eskalation zu vermeiden.

Ansonsten ist Heinzi in Ordnung. Ich befürchte allerdings , dass er bei seiner unbändigen Neugier irgendwann mal auf die Idee kommt, die Wirkung der Pillen heimlich an sich selbst zu testen. Das könnte Killer-Holger daraufhin dazu veranlassen, ihm tatsächlich mal die Weste anzulegen. Und ich glaube dann sieht es für Heinzi schlecht aus. Allerdings, wer weiß das schon – vielleicht gefällt’s ihm ja auch.

Freitag, 26. Juni 2009

Das ist sie übrigens...


Da habe ich sie mal fotografiert,
als es mir heimlich gelang, ihr die Zäpfchen die sie mir unterjubeln wollte, in ihren eigenen Tee zu tun...

Meine Betreuerin...

die blöd Kuh – ist so eine Angelegenheit für sich.

D.h. für sich kann sie ja meinetwegen auch bleiben, nur sie kümmert sich eben auch um meine Angelegenheiten, und das finde ich nicht so gut.
Nicht nur dass sie mir sämtliche Kleinigkeiten vorschreiben will, bis hin zur Größe und Farbe meiner Wäsche, nein sie will mir auch meine Gedanken klauen.
Dann bringt sie mir regelmäßig irgendwelche bunte Pillen und Zäpfchen mit und meint ich müsse dabei ruhig und locker werden.
Geht gar nicht – erzähl mir mal einer wie das gehen soll!

Es reicht, wenn ich sie sehe – dann werde ich schon von selbst ruhig, aber ganz ruhig, so unglaublich ruhig, dass man eine Stecknadel im Dachgeschoss auf dem Boden fallen hört.

So stelle ich es mir im Grab vor – nur dass die Prozession dabei an mir vorbei geht.

Diese Pillen bleiben mir dann auch regelmäßig im Halse stecken,
und mir wird schwarz vor Augen...

Allerdings wird’s meist kurz danach auch wieder bunter.
Ganz schön bunt sogar:
Dann fangen farbige Euter an wie gluckernde Glocken zu klingen,
Cowboy-Ladys mit Negeraugen drehen an der Decke ihre Kreise,
der Hamster meiner Nachbarin mutiert zum zähnefletschenden Pitbull, die Fliegen an den Wänden tanzen mit den Anstaltstauben einen Samba, und ich krieg den Wolf – schon bevor ich danach in Ohnmacht falle.

Meist ist es so, dass ich Stunden später mit blauen Flecken und Schrammen aufwache –
Keine Ahnung mit wem ich da gekämpft habe...aber gesund ist das nicht.

Wenn die Kuh...

...in der Luft herum schwirrt,
dann ist in der Natur etwas verkehrt!

Ich sage nur eins:
Schafft euch nie eine Betreuerin an, die Haare auf den Zähnen hat,
und euch mit ihrem hinkenden Pferdefuss malträtiert.

Die schafft es, dass ihr fliegende Kühe und keuchende Hummeln seht, und dass die Schweinegrippe zur galoppierenden Tollwut wird.

Eure sämtlichen Verwandten werden wieder aus dem Grabe aufsteigen, und im Chor anstimmen: „I’m the walrus“.

Donnerstag, 25. Juni 2009

So...

leider ist die hochgeistige Phase ersteinmal bis heute Abend unterbrochen.
Die Putzfrauen-Kolonne rückt an, und will mein Büro für ihre Zwecke nutzen...

Danach gibt's Visite, und dann kommt meine Betreuerin mit ihren ekligen Zäpfchen.
Naja...dann träumen wir mal wieder ein wenig bunt (bekomme da jetzt schon meine dermatologischen Anwandlungen), und dann hoffe ich, dass ich pünktlich heute Abend wieder auf dem Posten sein kann.

Kann mir mal einer erklären, warum dicke Putzfrauen dünne Strümpfe mit Strapsen tragen müssen ?

Noch so viele kluge Geister ...

Können sich ewiglich sehen
Innerlich gar sehr verkleistert
Nach Außen hin mit viel verstehen

Schütteln sie aus lockrer Hand
Ihren hochtrabenden Verstand
Denken, wissen und verdienen
Sie auf manchmal krummen Schienen

Mittwoch, 24. Juni 2009

Einiges aus meinem Umfeld...

Das ist z.B. Ernst der Pförtner:

Ernst ist nicht nur ernst, er heißt auch so. D. h. man könnte ihn auch als „bedeutende Persönlichkeit“ unseres inner-öffentlichen Lebens bezeichnen. Pförtner mit Diplom !

Zudem hat er noch eine Zusatzausbildung zum Gärtner, wobei er hier mit unserem eigentlichen Gärtner regelmäßig in Konflikte gerät. Der will nämlich nicht seinen 400.-€ - Job untergraben sehen, und verlangt die uneingeschränkte Herrschaft über sein gärtnerisches Reich.

Ernst sagt aber: „Meine Hütte ist my Castle – und dazu gehört auch mein eigener Garten“.

Den hat er sich hinter dem Pförtnerhäuschen selbst eingerichtet, und frönt nun dort der Pflege eines kleinen Erdbeer- und Gemüsebeetes.

Der Gärtner wird immer fuchsteufelswild, wenn er dort mit seiner Harke vorbeikommt, denn Ernst hat – so schlau wie er ist – einen großen Maschendrahtzaun um sein Territorium gezogen, und lässt dort keinen rein.


Seit einiger Zeit benutzt der Gärtner nun immer den Hinterausgang, weil Ernst ihm gedroht hat, wenn er das nächste Mal an seinen Pförtnerhäuschen vorbei kommt und wiedereinmal seine Klappe aufreißt, dann würde er dafür sorgen, dass er - der Gärtner - eingewiesen wird.

Ich glaube, da hat der dann doch ein wenig Angst vor.

Tja, Ernst ist schon eine bedeutende Persönlichkeit.

Mit Wysiwyg...

...und Simply-Klick erlange ich nun Verleger-Glück.

nur...


...damit jeder weiß, wo er sich hier befindet.-
Danke für die Anteilnahme.

Der Anfang...

...ist gemacht.
Besenkammer auf unserer Station ausgeräumt, und hier habe ich mir jetzt mein Büro eingerichtet.
Meinen ganz persönlichen Bereich, meine Schaltzentrale zur Welt.
Hier werde ich meine Botschaften absetzen, werde mich zeigen wie ich bin.

(Mein Prof sagt sowieso immer: "Eigentlich gehörst du hier gar nicht hin. Du bist viel interlijänter als die Anderen").
Jawoll...so ist es, und so soll es sein!