Montag, 13. Juli 2009

Friede, Freude, Pfannekuchen...

Der Wetterfrosch hat’s angesagt, es wird wieder schÖön. Die Temperaturen steigen wieder. Fast jeder hat gute Laune...

„MuschMusch-Schrödinger“ hat ein Kontingent an Vögeln und Mäusen vor der Eingangstür abgeliefert...wahrscheinlich weil ihr Chef gerade nicht da ist. Der erholt sich nämlich z.Zt. auf einem abgeschiedenen Gang des Stadtkrankenhauses.

„Killer“-Holger hat vorsorglich Urlaub genommen – da kann er dann Zuhause explodieren, oder was auch immer...
Frau Schmellenberg hat man an eine lange Kette an ihr Bett befestigt, damit sie nicht wieder auf solche „dummen Gedanken“ kommt.-
Heinzi hat ihr versprochen, das Freischwimmer-Abzeichen auch so zu besorgen, damit sie eine Anerkennung „für ihre Bemühungen“ bekommt...
glaube aber eher, man hat Angst, dass sie es noch mal versucht.

Und ich tschätte mal wieder mit Marianne von Station 3.
Hab sie zwar noch nicht gesehen, aber sie schreibt immer so nette Gedichte, wie:
„Ich hab mich lieb –
du mich auch ?“

Ähm...na ja, irgendwie muss man sich ja sinnvoll beschäftigen...

Freitag, 10. Juli 2009

Mein Freund Kalli ...

hat einen an der Waffel. Der tickt einfach nicht mehr ganz richtig!
Nun ist das ja auch nichts außergewöhnliches in unserer Anstalt, aber Kalli ist ein „prädestiniertes Beispiel außergewöhnlichem Unwohlseins“ – wie unser Direktor sagen würde.
Es ist sicherlich nicht so, dass Kalli irgendwie extrem unangenehm wäre, wie so einige andere Zeitgenossen unserer Klapse.
Berthold z.B., der U-Bootkapitän, will dauernd die „Revolution von 1918“ nachholen, und fordert regelmäßig zur Polonaise durch die Anstalt auf... Ich glaube da denkt der noch an Zeiten zurück, als er in der Pubertät steckte, und als dies „in“ war.

Nein, Kalli ist da ein Typ für sich. Wenn der seine Tage hat oder es ist Vollmond, dann kann es passieren, dass man sich während eines Gespräch mit ihm, der ganzen Vielfalt eines Zoologischen Gartens oder auch Brehms Tierleben gegenüber sieht. Ich will das mal an einem beispielhaften Dialog veranschaulichen:

Ich: Hi, Kalli – wie geht’s?
Kalli: Uuuaaahhh...
Ich: Alles frisch?
Kalli: ääp äp äp äp
Ich: Das Frühstück heute war wieder mal der reinste Müll.
Kalli: ...fängt an zu gackern, und versucht offensichtlich einen krähenden Hahn nachzumachen.
Ich: Na prima, da weiß ich ja wovon du redest...
Kalli grinsend: Darum verstehen wir uns ja auch so gut.

Wir müssen beide ganz tierisch lachen...

Ich: Und, was machst du heute noch so?
Kalli: Will mal sehen wie das Wetter draußen ist.
Ich: Vorhin hat’s noch geregnet
Kalli bekommt ganz große Augen, dabei quellen sie ihm schon fast aus dem Kopf.
Er macht eigenartige Lippenbewegungen, was so aussieht als ob er nach Luft schnappen würde...
Ich: Ist aber nicht schlimm, nimmst dir eben einen Regenschirm mit.
Kalli: Quaak...
Ich: Danke für’s Gespräch.

Wie gesagt...manchmal ist er unerträglich, besonders bei Vollmond.
Aber ansonsten ist er ganz in Ordnung - brauchen wir nicht drüber zu reden.

Mittwoch, 8. Juli 2009

Die

Geschmäcker
sagt der Bäcker
sind verschieden
meine Lieben.

Montag, 6. Juli 2009

Alarm auf Station 2


Der Direx wurde von Frau Schmallenberg niedergewalzt!
D.h. als Frau Schmallenberg bei ihrem Versuch den Freischwimmer nachzumachen,
die Kurve nicht so richtig bekam, und die Treppen herunter rutschte, erwischte sie just in dem Moment den Direktor, als der gerade herauf kam.

Der Direx wurde vollständig von Frau Schmallenberg begraben.
Als man sie mit viel Mühe wieder von ihm herunterrollte, wurden sofort Wiederbelebungsmaßnahmen eingeleitet, die kurzfristig auch Erfolg hatten. Allerdings nicht lange, denn kaum hatte der Direx die Augen aufgeschlagen und ein klägliches „Wo bin ich?“ heraus gebracht, polterte Oberpfleger „Killer“-Holger in seiner unwiederbringlichen Art los: „Sie sind hier in ihrer Klapsmühle!“ - Der Direktor fiel daraufhin sofort wieder in Ohnmacht, und liegt momentan unter dem Sauerstoffzelt. Die Ärzte geben ihm aber eine gute Chance, erklärten dahingehend einschränkend, er müsse sich jetzt allerdings erst einmal ganz intensiv ausruhen.

Ich sehe schon die Headlines in unseren hiesigen Gazetten:
„Direktor der örtlichen Anstalt beinahe von Fleischberg erschlagen! - Kommunale Politiker fordern sofortigen Stopp sämtlicher EU-Fleischimporte und eine wesentlich verstärkte Subventionierung regional ansässiger Viehzuchten!“

Sonntag, 5. Juli 2009

„Schrödinger“


Unser Direktor hat eine Katze, die heißt „Schrödinger“. Vom Kopf her sieht sie eher aus, wie ein Kater, und keiner hat bisher nachgesehen, ob’s nun wirklich eine Katze ist.
Der Direx aber besteht darauf, dass es eine Katze ist, also nennt sie nun jeder: „MuschMusch-Schrödinger“.

„Schrödinger“ ist schon ein eigenartiges Vieh – ich meine von ihrem ganzen Verhalten her.
Wenn man sie streichelt, knurrt sie. Krault man ihr an den Ohren, fletscht sie mit den Zähnen wie die Bulldoge von Hubert, unserem Gärtner.

Berthold, unser ehemaliger U-Boot-Kapitän, brachte es mal auf den Punkt, indem er laut schwadronierte: „“Schrödinger“ ist keine Katze, sondern ein Hund – der kann nur noch nicht richtig bellen!“ – Seitdem versucht Gregor, der Liliputaner, ihr das Bellen beizubringen.
Schrödinger scheint das aber nicht so besonders zu mögen, und ist dann immer ganz schnell weg.

Neulich hat der Direx „Schrödinger“ aus Versehen in den Kühlschrank eingesperrt.
Heinzi unser Zivi, hörte beim Büchregal-Abstauben in seinem Büro, daraufhin ein eigenartiges Gerumpele aus dem Kühlschrank, machte den Direx darauf aufmerksam, und fragte was das wohl sein könne. Der Direktor meint, dass dies wohl eine geplatzte Selters-Flasche sein müsse, und dass er später mal nachsehen werde.

Zwei Tage später kam Heinzi wieder einmal in’s Büro vom Direx, und da klang dort schon wieder dieses laute Gerumpele heraus. Darauf hin ging er zu dem Kühlschrank, machte die Tür auf, und heraus sprang „Schrödinger“ mit einem ganz unnatürlich klingendem, grollendem Knurren, machte zwei Sätze und sprang aus dem Fenster.
Danach hat sie mindestens 14 Tage lang keiner mehr gesehen...

Heinzi erzählt nun jedem der es hören und nicht hören will, dass man sich nicht zu wundern bräuchte, wenn jeder „Schrödinger“ für einen Hund hält, wenn der Direx so mit seiner Katze umgeht.

Ich frage mich sowieso: Wenn die Bulldoge von Hubert eine Katze wäre, würde sie Keiner hinter den Ohren kraulen wollen. Wenn „Schrödinger“ aber ein Hund wäre, dann hätte sie wohl nie in den Kühlschrank gepasst – ist doch logisch, oder ?

Freitag, 3. Juli 2009

Da brennen einem die Lampen durch...

So warm war’s noch nie...ähm, glaub ich.

Die ganze Anstalt steht Kopf...oder liegt flach !
Der Direktor übernachtet mit seinem Schlafsack auf dem Dach, und Nachts hört man ihn laut nach seiner Katze "Schrödinger" rufen.

Killer-Holger hat sich bis auf die Unterhose ausgezogen, und liegt alle Viere von sich gestreckt mitten auf dem Kantinenboden, und atmet schwer.
Keiner traut sich in seine Nähe, denn alle befürchten, dass er jeden Moment explodiert.

Ernst, der Pförtner, fuchtelt wichtigtuerisch mit dem Gartenschlauch herum, und will jedem eine Abkühlung gönnen. Die Polizei war auch schon da, ist aber schnell weiter gefahren, nachdem Ernst ihnen angeboten hatte, ihnen das Auto zu waschen.

Heinzi sitzt auf dem Schlagbaum zur Einfahrt und winkt jeden vorbei, mit dem Hinweis „Heute ausnahmsweise geschlossen“!

Und Frau Schmellenbach hat in Station 8 den ganzen Flur unter Wasser gesetzt, weil sie auf den Gedanken kam, noch mal ihren Freischwimmer nachzumachen.

Über der Anstalt kreisen große Vögel und scheinen irgendwie auf Beute zu warten.
Naja...mir soll’s egal sein.
Tschätte gerade mit der heißen Marianne von Station3, und träume von etwas kühlem Blonden...

Reklame

Mittwoch, 1. Juli 2009

scheiße...

-Taoismus: Scheiße passiert.
-Konfuzianismus: Konfuzius sagt, daß Scheiße passiert.
-Buddhismus: Wenn Scheiße passiert, dann ist es nicht wirklich Scheiße.
-Zen Buddhismus: Welches ist der Klang der Scheiße, die passiert?
-Hinduismus: Diese Scheiße ist in einem früheren Leben passiert.
-Islam: Wenn Scheiße passiert, ist es Allahs Wille.
-Katholizismus: Wenn Scheiße passiert, dann verdienst du es.
-Presbyterianer: Diese Scheiße passierte zwangsläufig.
-Judentum: Warum passiert die Scheiße immer uns?
-Kalvinismus: Scheiße passiert, weil du nicht arbeitest.
-Quäker: Laßt uns über diese Scheiße nicht streiten.
-Utopie: Diese Scheiße stinkt überhaupt nicht.
-Darwinismus: Diese Scheiße war einmal Essen.
-Kommerz: Verpacken wir diese Scheiße.
-Kapitalismus: Das ist meine Scheiße.
-Kommunismus: Laßt uns diese Scheiße miteinander teilen.
-Feminismus: Männer sind Scheiße.
-Chauvinismus: Möglicherweise sind wir Scheiße, aber ihr könnt nicht ohne uns leben.
-Impressionismus: Aus einiger Entfernung sieht diese Scheiße wie ein Garten aus.
-Götzendienst: Diese Scheiße wird vergoldet.
-Stoizismus: Diese Scheiße kümmert mich nicht.
-Hedonismus: Nichts kommt einem guten Scheiße-Happening gleich.
-Mormonentum: Gott hat uns diese Scheiße gesendet.
-Rasta: Laßt uns die Scheiße rauchen.
-Agnostiker: Vielleicht passiert Scheiße und dann vielleicht wieder auch nicht.
-Atheismus: Welche Scheiße?
-Nihilismus: Keine Scheiße.
-New Age: Diese Scheiße hat eine Aura.
-Optimismus: Scheiße passiert immer den anderen.
-Pessimismus: Scheiße passiert immer mir.
-Florianiprinzip: Diese Scheiße soll den anderen passieren, mir nicht.
-Masochismus: Diese Scheiße soll mir passieren.
-Sozialismus: Jeder soll genug Scheiße bekommen