hat einen an der Waffel. Der tickt einfach nicht mehr ganz richtig!
Nun ist das ja auch nichts außergewöhnliches in unserer Anstalt, aber Kalli ist ein „prädestiniertes Beispiel außergewöhnlichem Unwohlseins“ – wie unser Direktor sagen würde.
Es ist sicherlich nicht so, dass Kalli irgendwie extrem unangenehm wäre, wie so einige andere Zeitgenossen unserer Klapse.
Berthold z.B., der U-Bootkapitän, will dauernd die „Revolution von 1918“ nachholen, und fordert regelmäßig zur Polonaise durch die Anstalt auf... Ich glaube da denkt der noch an Zeiten zurück, als er in der Pubertät steckte, und als dies „in“ war.
Nein, Kalli ist da ein Typ für sich. Wenn der seine Tage hat oder es ist Vollmond, dann kann es passieren, dass man sich während eines Gespräch mit ihm, der ganzen Vielfalt eines Zoologischen Gartens oder auch Brehms Tierleben gegenüber sieht. Ich will das mal an einem beispielhaften Dialog veranschaulichen:
Ich: Hi, Kalli – wie geht’s?
Kalli: Uuuaaahhh...
Ich: Alles frisch?
Kalli: ääp äp äp äp
Ich: Das Frühstück heute war wieder mal der reinste Müll.
Kalli: ...fängt an zu gackern, und versucht offensichtlich einen krähenden Hahn nachzumachen.
Ich: Na prima, da weiß ich ja wovon du redest...
Kalli grinsend: Darum verstehen wir uns ja auch so gut.
Wir müssen beide ganz tierisch lachen...
Ich: Und, was machst du heute noch so?
Kalli: Will mal sehen wie das Wetter draußen ist.
Ich: Vorhin hat’s noch geregnet
Kalli bekommt ganz große Augen, dabei quellen sie ihm schon fast aus dem Kopf.
Er macht eigenartige Lippenbewegungen, was so aussieht als ob er nach Luft schnappen würde...
Ich: Ist aber nicht schlimm, nimmst dir eben einen Regenschirm mit.
Kalli: Quaak...
Ich: Danke für’s Gespräch.
Wie gesagt...manchmal ist er unerträglich, besonders bei Vollmond.
Aber ansonsten ist er ganz in Ordnung - brauchen wir nicht drüber zu reden.
Freitag, 10. Juli 2009
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